Presse
04.01.2012, 12:22 Uhr
Leserbrief von Frau Kousataloglou-Mund
Sehr geehrte Frau Koussataloglou-Mund,

sehr geehrte Damen und Herren des Integrationsrates,

in den letzten Tage wurde von den Bad Pyrmonter Nachrichten und dem Bad Pyrmonter Rundblick ein wortgleicher Leserbrief der Frau Koussataloglou-Mund veröffentlicht.

Im Text spricht Sie „von der Kaltblütigkeit der Gruppe CDU-Bürgersinn-FDP“ und einem „Schlag ins Gesicht der engagierten Menschen in Bad Pyrmont“.

Frau Koussataloglou-Mund spricht uns als Mehrheitsgruppe im Rat  „Toleranz ,Respekt und den Willen zu einer konstruktiven, kritischen Diskussion“ ab.

Unser Handeln bezeichnet Sie als destruktiv.

Als Bürgerin unsere Stadt kann Frau Koussataloglou-Mund natürlich Ihre persönliche Meinung äußern und veröffentlichen wie sie möchte.Sie hat Ihren Leserbrief aber  mit  „Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Bad Pyrmont“ unterschrieben.


In dieser Funktion hätte ich erwartet, dass Sie sich zumindest die Beweggründe für die Entscheidung der Mehrheitsgruppe anhört und die Mitglieder des Integrationsrates beteiligt, bevor Sie sich in Ihrer Funktion an die Öffentlichkeit wendet.

Dies hat Frau Koussataloglou-Mund nicht getan. Sie hat in keiner Weise ausgewogen agiert, sondern einseitig, öffentlich politisch Stellung bezogen.

Für mich hat Frau Koussataloglou-Mund in Ihrem Leserbrief Ihr Amt als Vorsitzende des Integrationsrates in der politischen Diskussion missbraucht. Das Vertrauen in Ihr Amt und Ihre überparteiliche, integrierende Aufgabe  ist aus unserer Sicht schwer beschädigt. Die zukünftige Zusammenarbeit mit Ihr sehen wir sehr skeptisch.

 

Zur Sache kann ich Ihnen versichern, dass es für uns keine leichte Entscheidung war, eine Ratssitzung trotz der beiden traurigen Sterbefälle durchzuführen. Auch die Ratsmitglieder der Mehrheitsgruppe haben mit Michael Karabatsiakis und Manfred Klauder gute Freunde und langjährige Wegbegleiter verloren.

Die unbedingt notwendigen Beschlussfassungen u.a. zum Haushalt haben es aber  für uns erforderlich gemacht, die Ratssitzung an diesem Tag fortzusetzen.

Wir wurden vom Vorsitzenden der SPD-Fraktion 10 Minuten vor Beginn der Ratssitzung vor die Alternative gestellt „entweder dem Antrag auf Vertagung der Sitzung zuzustimmen, oder die übrigen Ratsmitglieder verlassen die Sitzung“

Wir haben uns schweren Herzens für die Fortsetzung der Sitzung und die notwendigen Beschlussfassungen entschieden. Genau so, wie Sie sich in Ihrer Sitzung am 21.12.11 entschieden haben, obwohl Michael einer der Mitbegründer des Integrationsrates ist.

 

Mit freundlichem Gruß

 

aktualisiert von Rainer Kraft, 09.01.2012, 10:42 Uhr

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